Kulturweg Landmauer Gamsen

Karte: Kulturweg Landmauer Gamsen
Kurz nachdem wir Brig verlassen haben, durchqueren wir den alten Dorfkern von Glis mit der prächtigen Gliser Wallfahrtskirche. Der Weg wird schmaler und bald erreichen wir die Kulturlandschaft Waldmatten. Unser Blick schweift vom Dorf Gamsen hinüber zur Landmauer aus dem 14. Jahrhundert. Bevor wir auf dem beschilderten Kulturweg die Landmauer erreichen, führt uns der Naturweg in Gamsen die Bedeutung traditioneller Bewirtschaftungselemente für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt vor Augen. Auf dem Rückweg lohnt sich die spannende Entdeckungsreise durch den ursprünglichen Dorfkern Gamsen.

 
Wegeinzelheiten
Aufstieg in Meter
125 
Abstieg in Meter
125 
Höchster Punkt (M ü.M.)
760 
Schwierigkeit
leicht
Dauer in Stunden
Länge in km
Ausgangspunkt
Brig Bahnhof 
Landeskarte 1:25'000
1289 Brig 
Höhenprofil: Kulturweg Landmauer Gamsen

Bahnhof Brig

in schwach geneigtes Walmdach vereinheitlicht die verschiedenen sowohl in der Höhe als auch in der Tiefe gestaffelten Baukuben. Über einem als Sockel fungie-renden, gebänderten Erdgeschoss erheben sich die Obergeschosse. Die jeweils fünfachsigen Seitenteile werden von Ecklisenen, profilierten Fensterrahmun-gen sowie Gurt- und Sohlbankgesimsen gegliedert. Der aufwendige und markant vor dem Gebäude stehende, zweige-schossige Mittelteil nimmt zwar in seinen Formen diejenigen der Seitenteile auf, erhält aber durch einen halbrunden Giebel mit Uhr, ein gekuppeltes Mittelfenster und flankierende, stilisierte Hermenpilaster eine spürbare Mittelakzen-tuierung. Über dem als Terrasse genutzten Flachdach des Vorbaus tritt die Front des Mittelteiles auf die von den Seiten- teilen vorgegebene Flucht zurück. Aller- dings resultiert aus einem Aufsatz- geschoss ein vertikaler Ausgleich zu der ansonsten horizontal aufgebauten Fassade. Die Gleisekörper liegen deutlich über dem Niveau der Strasse, so dass das Empfangsgebäude eine Vermittlung dieser beiden Ebenen vornimmt.


Festungswachtkaserne, Brig

1942 wurde das Festungswachtkorps gegründet und im Jahre 1943 war die Kaserne bezugsbereit für das Kommando und die Besatzung der Festung Naters. Im Eingang steht ein 1:25'000 Geländemodell des Simplongebiets.

 
Englisch-Gruss Kapelle, Brig-Glis

Die Englisch-Gruss-Kapelle wurde im Jahre 1647 an der alten Strasse von Glis nach Brig erbaut. Sie hat einen rechteckigen Grundriss mit dreiseitig schliessendem Chorbau Die Aussenfassade wird durch Lisenen gegliedert. Das Fresko stammt von Alfred Grünwald.

Stadtgemeinde Brig-Glis
Supersaxoschloss

Vermutlich bestand der ursprüngliche Teil des ehemals herrschaftlichen Hauses aus einem mittelalterlichen Wohnturm. Jörg Supersaxo hatte ihn im Jahre 1479 von Kaspar Zmatt erworben. Er liess den Turm renovieren und einen westlichen Trakt anbauen. Im zweiten Geschoss dieses Erweiterungsbaues befand sich ein repräsentativer Saal mit einem prächtigen Kamin. ImJahre 1894 wurde dieser Kamin mit der Darstellung des Triumphes der Weibermacht abgebrochen und an das Landesmuseum in Zürich verkauft. Dort zierte er bis vor einiger Zeit den Waffensaal. Bei dessen Umbau wurde der Kamin abgebrochen und magaziniert. Er trägt die Allianzwappen Supersaxo-Lehner 1480.
Die Erweiterungsbauten an der westlichen und östlichen Giebelseite datieren aus den Jahren 1563 und 1591. Nach der Tradition befand sich im obersten Stockwerk die Privatkapelle des mächtigen Politikers. Supersaxo wohnte bis zu seinem Wegzug nach Sitten im Jahre 1521 in Glis. Dort erbaute er zwei Häuser. Eine Inschrift, heute nicht mehr sichtbar, meldete: HOC OPUS FIERI FECIT GEORGIUS SUPER SAXOSUS ANNO DOMINI MCCCCLXXIXI N MENSE AUGUSTI mit seinem Wappen, eine Krone über dem Dreiberg von 1479.
Der östliche Anbau von 1480 trägt auf der Binne dasselbe Wappen.

Stadtgemeinde Brig-Glis
Ausstellung in der Kaplanei
Ausstellung in der Kaplanei
Kaplanei, Naters

Die Kaplanei war im 13. Jahrhundert die Wohnung des Kaplans von Naters.. Aus dem Jahr 1850 stammt der Giltsteinofen mit dem Wappen von Rektor Franz Stockalper. Heute dient die Kaplanei als Vereinslokal der 'Pro Historia' mit einer Ausstellung an 'Heiligen Wassern'.

Gemeinde Naters
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