Erlebnispfad Bahn-Natur-Kunst

Der Bau des Simplontunnels und die drei Bahnen - namentlich die Schweizerische Bundesbahnen, die BLS Lötschbergbahn und die Matterhorn-Gotthard-Bahn - haben die Geschichte der Region stark mitgeprägt. Vom Bahnhof Brig führt der Erlebnispfad zum Nordportal des 19,8 km langen Simplontunnels, welcher Italien mit der Schweiz verbindet. Weiter geht's nach Bitsch und über den Hennebique-Kanal zurück zum Wasserkraftwerk Massaboden. Entlang des Erlebnispfades begegnen wir mehreren Skulpturen und Plastiken des Künstlers edelbert w. bregy mit entsprechenden Erläuterungen. Über Naters erreichen wir wieder den Bahnhof Brig.

 
Wegeinzelheiten
Aufstieg in Meter
160 
Abstieg in Meter
160 
Höchster Punkt (M ü.M.)
780 
Schwierigkeit
mittel
Dauer in Stunden
Länge in km
12.00 
Ausgangspunkt
Brig Bahnhof 
Landeskarte 1:25'000
1289 Brig 
Höhenprofil: Erlebnispfad Bahn-Natur-Kunst

Eisenplastik "Verbindungen", Brig

Die Eisenplastik des Walliser Künstlers edelbert w. bregy wurde am 20. Mai 2006 anlässlich der Feier 100 Jahre Simplontunnel auf dem Bahnhofplatz in Brig eingeweiht. Majestätisch stolz ragen die nach dem Simplontunnelprofil gebogenen Eisenbahnschienen in den blauen Walliser Himmel. Es wurden total hundert Meter ausrangierte Eisenbahnschienen aus dem Simplontunnel verwendet. Die Höhe beträgt sieben Meter und das Gewicht sieben Tonnen. Die Eisenbahnschienen, einen Reissverschluss darstellend - stehen für die Verbindungen zwischen den Völkern und Kulturen, besonders für die guten Verbindungen zwischen der Schweiz und Italien. Die Reissverschlusszähne bestehen aus querschnittgesägten Eisenbahnschienen. Die drei hintereinander, verschobenen und perspektivisch sich verkleinernden Eisenbahnschienen stellen das Profil des Simplontunnels dar.

SBB Historic
Perrighaus, Brig

Im Auftrag von Elias Perrig erbaute Ludwig Bezencenet, ein Architekt aus Lausanne, dieses Haus 1905 im Stil des Historismus. Im Jahre 1961 wurde es von den Erben renoviert. Die drei Türme heissen: Liebe, Glaube, Hoffnung, haben aber nur dekorative Bedeutung. Nordseitig im Erdgeschoss befindet sich ein Kleidergeschäft, südseitig ein Restaurant, ehemals die Briger Bank beherbergend. Die Obergeschosse werden als Wohn- und Geschäftsräume genutzt.

Stadtgemeinde Brig-Glis
Alte Post, Brig

Das Gebäude "Alte Post" stammt aus dem Jahre 1897 und wurde 1993 renoviert. Auf dem Rustikalmauerwerk des Erdgeschosses erheben sich vier Geschosse, die ein Mansardendach abdeckt. Das Erdgeschoss als Sockel mit Rustikamauerwerk. Die zwei darüberliegenden Geschosse durch vertikale und horizontale Gliederung zusammengefasst (Eckpilaster mit jonischen Kapitellen und schmalen Fenstergesimsen). Die Mittelachse erfährt durch eine sie rahmende korinthische Ordnung und einen eigenen Helmabschluss mit aufgesetzter Laterne (Strom- verteiler) eine besondere Betonung und verleiht der Fassade einen vertikalen Akzent. Die Laterne ermöglichte den Anschluss der Telefonleitungen des ersten Posthauses in Brig. Die Telefondrähte führten damals in alle Himmelsrichtungen. Erhalten sind heute nur noch die Tassen. Die Fenster weisen architravierte Umrahmungen und gemalte Eckquaderungen auf. Im ersten und zweiten Obergeschoss sind sie formal zusammengefasst. An der Schauseite partiell den Fenstern vorgebaute Balkone mit muschelförmigen, schmiedeeisernen Brüstungen. Das erste und zweite Obergeschoss werden von den übrigen Geschossen durch Sohlbank- bzw. Gurtgesimse getrennt. Im dritten OG werden zur Gliederung lisenen verwendet. Charakteristisch sind die zwischen den Dachfenstern emporragenden Kamine.

Stadtgemeinde Brig-Glis
Chavez-Brunnen, Brig

Vor der Sebastianskapelle befindet sich der Chavez-Brunnen. Der Peruaner Geo Chavez flog am 23. September 1910 als Erster mit einem Flugzeug über die Alpen von Ried-Brig nach Domodossola. Kurz vor der Landung in Domodossola klappten beide Flügel des Blériot nach oben und Mensch und Maschine stürzten aus knapp zwanzig Metern Höhe zu Boden. Geo Chavez starb am 28. September 1910. Der Brunnen mit Ikaros auf dem Sebastiansplatz erinnert seit 1920 an diesen tollkühnen Flug.
Noch heute trägt der grösste Flughafen in Peru den Namen seines stolzen Fliegers Geo Chavez. 2010 findet in Brig und Domodossola - im Andenken an Geo Chavez - die 100 Jahr Feier statt.


Wikipedia
Sebastianskapelle, Brig

Die Sebastianskapelle in Brig ist im Eigentum der Burgerschaft Brig-Glis. Sie wurde in den Jahren 1636/37 vom Prismeller Baumeister N. Bodmer unter starkem Einfluss italienischer Vorbilder erbaut. Im Innern befindet sich ein von Lorenz Justin Ritz im Jahre 1837 gemaltes Altarbild mit Darstellung des Hl. Sebastian und einer Stadtansicht von Brig. An der Schauseite gegen Osten und dem Sebastiansplatz stehen in Nischen die Barockstatuen des Hl. Leodegar und des Hl. Hieronymus.
Den Hl. Sebastian ehrt man jeweils am Namenstag (20. Januar) mit einer feierlichen gesungenen Messe und die Burgerschaft lädt traditionsgemäss die Geistlichen, den Chor und alle Messbesucher zu einer Bouillon, Speis und Trank ein.
Das Stockalper-Wappen befindet sich über dem Eingangsportal. Am Weihwasser- Stein von 1637 sind die Wappen von Hans Stockalper und Christoph Perrig zu sehen.

Burgerschaft Brig-Glis
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