Brig - Gringji - Ried Brig - Brig

Der Saltina entlang führt der Weg zum Kraftwerk Gringji. Von hier führt ein kurzer und steiler Aufstieg zum Brei. Von dort aus wandern sie ins Dorf Ried-Brig. Beim Hotel Simplon in Ried-Brig biegen sie in die Strasse zum Bachi. Es führt eine schöne Strasse durch Wald und Wiesen. Durch die alte Simplonstrasse (auch Briger Burgschaft genannt) und neben dem schönen Stockalperschloss entlang kommen sie wieder in Brig an. Diese Wanderung ist im Frühjahr und Herbst empfehlenswert.

 
Wegeinzelheiten
Aufstieg in Meter
 
Abstieg in Meter
 
Höchster Punkt (M ü.M.)
927 
Schwierigkeit
leicht
Dauer in Stunden
Länge in km
7.3 
Ausgangspunkt
Bahnhof Brig 
Landeskarte 1:25'000
1289 Brig 
Höhenprofil: Brig - Gringji - Ried Brig - Brig

Saltinabruecke, Brig-Glis

Die Saltinabrücke stellt ein wichtiges städtebauliches Element dar. Die vier vertikalen Brückenköpfe betonen die Bedeutung der neuen Brücke als Verbindungsglied zwischen Brig und Glis, welche durch die Saltina getrennt sind. Die neue Brücke wurde nach dem Unwetter von 1993 als Hubbrücke mit einer einfachen und technisch überzeugenden Funktionsweise errichtet. Sobald das Hochwasser einen vorbestimmten Pegel erreicht, fliesst Bachwasser inskünftig durch ein Fenster der Ufermauer zum Wasserbehälter. Das 50 Kubikmeter grosse Becken füllt sich und hebt die 152 Tonnen schwere Stahlbrücke hoch über das Bachbett.

4-seitige pdf Broschre
Bahnhof Brig

in schwach geneigtes Walmdach vereinheitlicht die verschiedenen sowohl in der Höhe als auch in der Tiefe gestaffelten Baukuben. Über einem als Sockel fungie-renden, gebänderten Erdgeschoss erheben sich die Obergeschosse. Die jeweils fünfachsigen Seitenteile werden von Ecklisenen, profilierten Fensterrahmun-gen sowie Gurt- und Sohlbankgesimsen gegliedert. Der aufwendige und markant vor dem Gebäude stehende, zweige-schossige Mittelteil nimmt zwar in seinen Formen diejenigen der Seitenteile auf, erhält aber durch einen halbrunden Giebel mit Uhr, ein gekuppeltes Mittelfenster und flankierende, stilisierte Hermenpilaster eine spürbare Mittelakzen-tuierung. Über dem als Terrasse genutzten Flachdach des Vorbaus tritt die Front des Mittelteiles auf die von den Seiten- teilen vorgegebene Flucht zurück. Aller- dings resultiert aus einem Aufsatz- geschoss ein vertikaler Ausgleich zu der ansonsten horizontal aufgebauten Fassade. Die Gleisekörper liegen deutlich über dem Niveau der Strasse, so dass das Empfangsgebäude eine Vermittlung dieser beiden Ebenen vornimmt.


Stockalperschloss, Brig.

Das Stockalperschloss - Wahrzeichen der Stadt Brig - wurde in den 50er-70er Jahren des 17. Jahrhundert von Kaspar Stockalper vom Thurm erbaut und gilt als grösster profaner Barockbau der Schweiz. Als Baumeister waren vor allem die Prismeller Gebrüder Bodmer tätig. "Der strahlendste Palastbau der barocken Schweiz" (Kunstführer, 1976, S. 341) besteht aus zwei doch recht spannungsvollen Gebäudeteilen: a) einem sechsgeschossigen (davon zwei Kellergeschosse), traufseitigen Wohntrakt über rechteckigem Grundriss mit Satteldach und Krüppelwalmen; b) einem rechteckigen, mit Arkaden und Laufgängen umfassten Hof, der als Suste gedient hat. An dem an sich geschlossenen "postgotischen" Wohntrakt eine bescheidene horizontale Gliederung aus tuffsteinernen Fenstergurten. In der Mitte der Traufseiten vorgebaute Erkertürmchen mit Pyramidendächern (das westliche Türmchen, rekonstruiert, trug früher ebenfalls eine Zwiebelhaube). Nach aussen geschlossen wirkender Arkadenhof mit drei massigen Türmen aus unverputztem Quaderwerk und orientalisch anmutenden Zwiebelhauben. Der nördliche Mittelturm in der Funktion eines Treppenturmes zum Wohntrakt. Das Innere des Hofes mit zwei- und dreigeschossigen Loggien-Laufgängen gegliedert. Der Palast ist im Jahre 1948 von der Familie von Stockalper an die Stadtgemeinde Brig verkauft worden. In den Jahren 1954-1961 Totalrenovation. Dabei wurden die zum Teil zugemauerten Arkaden des Hofes wieder freigelegt. (In den Jahren 1827-1838 diente das Schloss dem Jesuitenkollegium zu Schulzwecken. Um mehr Raum zu gewinnen, wurden Teile der Arkadengänge zugemauert.) In einem der kleineren Türme findet sich die Inschrift: A SOLIS ORTU USQUE AD OCCASSUM LAUDABlLENOMEN DOMINI MDCLXX (1670). Die Eisenplatte bei der Eingangstüre trägt die Jahrzahl 1673 mit den Allianzwappen v. Stockalper und v. Riedmatten. Im Rohbau war das Schloss 1666 fertiggesteIlt; der Bauherr bemerkt aber, vollendet werde es erst bei seinem Tode sein.

Die Stadt hat die Liegenschaft 1948 von der Besitzerfamilie Stockalper gekauft und in den Folgejahren mit Hilfe der Schweizerischen Stiftung für das Stockalperschloss renvoviert. Es beherbergt heute Teile der Stadtverwaltung, das Bezirksgericht und das universitäre Institut zur Erforschung des Alpenraums. Führungen können über Brig Belalp Tourismus gebucht werden.


Stadtgemeinde Brig-Glis
3D Google Earth Ansicht des Stockalperschloss
Der Garten des Kapuzinerklosters.
Der Garten des Kapuzinerklosters.
Kapuzinerkloster, Glis

Die Kapuziner, ein Bettelmönchsorden, gründeten 1657 ein Kloster in Glis, das sie schon wenige Jahre später aufgaben. Erst 1944 kehrten sie nach Glis zurück und bezogen das heutige Kloster. Der Kapuzinerorden entstand als Zweig des Franziskanerordens und verselbständigte sich 1525/28 als Ordo fratrum minorum capuccinorum, benannt nach der für seine braune Ordenstracht typischen Kapuze. Ihr Ziel war die Rückbesinnung auf das Armutsideal des heiligen Franziskus von Assisi. Im Vordergrund ihrer Tätigkeit standen und stehen die Seelsorge und die Predigt.

Alte Post, Brig

Das Gebäude "Alte Post" stammt aus dem Jahre 1897 und wurde 1993 renoviert. Auf dem Rustikalmauerwerk des Erdgeschosses erheben sich vier Geschosse, die ein Mansardendach abdeckt. Das Erdgeschoss als Sockel mit Rustikamauerwerk. Die zwei darüberliegenden Geschosse durch vertikale und horizontale Gliederung zusammengefasst (Eckpilaster mit jonischen Kapitellen und schmalen Fenstergesimsen). Die Mittelachse erfährt durch eine sie rahmende korinthische Ordnung und einen eigenen Helmabschluss mit aufgesetzter Laterne (Strom- verteiler) eine besondere Betonung und verleiht der Fassade einen vertikalen Akzent. Die Laterne ermöglichte den Anschluss der Telefonleitungen des ersten Posthauses in Brig. Die Telefondrähte führten damals in alle Himmelsrichtungen. Erhalten sind heute nur noch die Tassen. Die Fenster weisen architravierte Umrahmungen und gemalte Eckquaderungen auf. Im ersten und zweiten Obergeschoss sind sie formal zusammengefasst. An der Schauseite partiell den Fenstern vorgebaute Balkone mit muschelförmigen, schmiedeeisernen Brüstungen. Das erste und zweite Obergeschoss werden von den übrigen Geschossen durch Sohlbank- bzw. Gurtgesimse getrennt. Im dritten OG werden zur Gliederung lisenen verwendet. Charakteristisch sind die zwischen den Dachfenstern emporragenden Kamine.

Stadtgemeinde Brig-Glis
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